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08.11.2001 - 12:41:00
So lohnt der hohe Invest für Komplettbearbeitung | Zeitung
A. Berger / Wertach Präzisionsdrehteile
Wertach (kn). Am Anfang stand eine Pleite: Als 1994 die Deckel Maho-Fabrik in Wertach (Allgäu) zur Disposition stand, installierte Unternehmer Alois Berger dort eine Präzisionsteilefertigung. Seine technologische Experimentierfreude trägt seither Früchte.
A. Berger GmbH & Co Pärzisionsmaschinenbau KG: So lautet die offizielle Firmierung des Werkes Wertach der weltweit operierenden Berger-Gruppe. Die 170 Mitarbeiter fertigen komplexe, hochgenaue Präzisionsdrehteile im Durchmesserbereich von 20 mm bis 400 mm und einer Länge von bis zu 20 000 mm (Genauigkeit bis 0,002 mm) sowie Frässpindeln, Antriebsspindeln, Kugelgewindetriebe, Hohlwellenmotore und Kettenräder.
Und weil sie dies nicht nur als Zulieferer für den insgesamt 11 Werke umfassenden Firmenverbund des Familienunternehmens Berger tun, sondern auch in der Bearbeitung von Lohnaufträgen sattelfest sind, haben sie für die nahe Zukunft anspruchsvolle Planzahlen vor Augen.
So soll das Marktsegment Automobil von aktuell 30% ausgebaut werden, der Export um 15% zunehmen und das für 2001 angestrebte Umsatzvolumen von 28 Mio DM bis in den nächsten Jahren um 20% wachsen. Dass diese ehrgeizigen Ziele nicht dem Reich der Utopie entspringen, vermittelt sich in einem intimeren Blich hinter die Berger' schen Werkstore im Oberallgäu.
Grundstein für Entwicklung gelegt
Zu der technologischen Kompetenz, auf die das mit 90% Fertigungstiefe operierenden Wettbewerbsfähigkeit stützt, gehört beispielsweise der Impuls für die Eigenentwicklung eines Bearbeitungszentrums. Der Bergomat "CTC 16", so die Typbezeichnung, ist mit über 90 CNC-Achsen anderen Bearbeitungszentren nach Ansicht seiner Wertacher Entwickler einen großen Schritt voraus: Anspruchsvolle Präzisionsdrehteile werde komplett im µ-Bereich durch eine Sechsseitenbearbeitung hergestellt, was zusätzliche Arbeitsgänge eliminiert.
Firmenlenker Alois Berger: "Dieses Maschinenkonzept eröffnet neue Möglichkeiten im Produktionsprozess und ist flexibel für die Komplettbearbeitung von Werkstückfamilien und Großserien konzipiert." Bearbeitet werden damit in den Berger-Drehereien unter anderem Fließpress-, Sinter- und Schmiederohlinge (bis Ø 50 mm von der Stange sowie bis Ø 100 mm im Futter Längen bis 180 mm) aus sämtlichen Stählen, Edelstählen und NE-Metallen.
Zudem beschreitet Firmenlenker Alois Berger konsequent den Weg der Komplettbearbeitung in einer Aufspannung (Dreh-Fräszentrum Gildemeister Twin 500), was auch der Status Quo beim Thema Schleifen werden soll. Angepeilt ist hier die Umsetzung der Singulär-Aufspannungs-Bearbeitung im Innen-, Aussen- und Planschleifen im Durchmesserbereich von 100 mm bis 600 mm bei einer Forciert wird auch die Technik des Hartdrehens. Berger: "Dadurch verbessern wir die Teilequalität, verkürzen die Durchlaufzeiten um mehr als ein Zehntel und reduzieren die Bereitstellungsflächen." Für die Hartbearbeitung von Zahnrädern setzen die Wertacher das Vertikaldrehmodul VTM-250 (Schuster) ein. Vor allem durch die Integration der Messaufgaben in der Maschine, aber auch durch die Werkstückübergabe im dreiachsigen Roboterarm, spart man sich jede Menge Zeit: 28 % mehr Standzeit bei Werkzeugen 30 % mehr an Ausbringung ist Folge.
Invest-Packet für Technik bis 2004 geschnürt
Freilich liebäugelt man im Allgäu schon der höheren Ausbaustufe. Zumal dies als simple Aneinanderreihung von Einzelmaschinen über Interbus-S möglich ist (jede einzelne Maschine arbeitet für sich das NG-Programm ab). Zudem sind Bearbeitungsmöglichkeiten wie Drehen, Fräsen, Messen, Innen- und Außenschleifen, die Mehrkantbearbeitung, Abwälzfräsen und Laserhärten möglich.
Die Bereitschaft, beherzt das Effizenzpotenzial neuer Fertigungstechnologien freizulegen und nutzbar zu machen sowie eine ausgeprägte Flexibilität (Wochenendeinsätze sind kein Tabu) verankern prominente Namen wie beispielsweise Gildemeister, Heckert, Maho, Liebherr Verzahnungstechnik, Walter AG, Bosch oder auch Mannesmann Rexroth auf Berger' schen Referenzliste als Lohnbetrieb. Und die soll noch länger werden, beispielsweise "durch die Auseinandersetzung mit Teilen für break-by-wire-Systeme, dem Ausbau der Kettenräder-Produktion und der Erweiterung des Losgrößenspektrums hinein in die Großserie", konkretisiert Alois Berger seine Zukunftspläne. Für deren Verwirklichung ist ein bis in das Jahr 2004 reichendes Investiotionspaket für die Berger Wertach von 17 Mio geschnürt, von dem in erster Linie die Dreh- und Frästechnik, die Schleiftechnologie und die Messtechnik profitieren sollen. Zudem gelte es, so Berger, Fertigungsplanung und -steuerung weiter zu optimieren.
Das Werk Wertach in Kürze
Das Werk Wertach gehört zur Berger-Gruppe, welche in 5 Ländern auf einer Produktionsfläche von mehr als 52 000 qm insgesamt 1 200 Mitarbeiter (davon 142 Azubis in D) beschäftigt.
Anschrift: A. Berger GmbH & Co. Präzisions-Maschinenbauteile KG, Industriestraße 15, 87497 Wertach, Telefon: 08365/7027-0, Fax: 08365/7027-70, e-mail bpw@aberger.de , web: www.aberger.de
08.11.2001 - 12:41:00
So lohnt der hohe Invest für Komplettbearbeitung | Zeitung
A. Berger / Wertach Präzisionsdrehteile
Wertach (kn). Am Anfang stand eine Pleite: Als 1994 die Deckel Maho-Fabrik in Wertach (Allgäu) zur Disposition stand, installierte Unternehmer Alois Berger dort eine Präzisionsteilefertigung. Seine technologische Experimentierfreude trägt seither Früchte.
A. Berger GmbH & Co Pärzisionsmaschinenbau KG: So lautet die offizielle Firmierung des Werkes Wertach der weltweit operierenden Berger-Gruppe. Die 170 Mitarbeiter fertigen komplexe, hochgenaue Präzisionsdrehteile im Durchmesserbereich von 20 mm bis 400 mm und einer Länge von bis zu 20 000 mm (Genauigkeit bis 0,002 mm) sowie Frässpindeln, Antriebsspindeln, Kugelgewindetriebe, Hohlwellenmotore und Kettenräder.
Und weil sie dies nicht nur als Zulieferer für den insgesamt 11 Werke umfassenden Firmenverbund des Familienunternehmens Berger tun, sondern auch in der Bearbeitung von Lohnaufträgen sattelfest sind, haben sie für die nahe Zukunft anspruchsvolle Planzahlen vor Augen.
So soll das Marktsegment Automobil von aktuell 30% ausgebaut werden, der Export um 15% zunehmen und das für 2001 angestrebte Umsatzvolumen von 28 Mio DM bis in den nächsten Jahren um 20% wachsen. Dass diese ehrgeizigen Ziele nicht dem Reich der Utopie entspringen, vermittelt sich in einem intimeren Blich hinter die Berger' schen Werkstore im Oberallgäu.
Grundstein für Entwicklung gelegt
Zu der technologischen Kompetenz, auf die das mit 90% Fertigungstiefe operierenden Wettbewerbsfähigkeit stützt, gehört beispielsweise der Impuls für die Eigenentwicklung eines Bearbeitungszentrums. Der Bergomat "CTC 16", so die Typbezeichnung, ist mit über 90 CNC-Achsen anderen Bearbeitungszentren nach Ansicht seiner Wertacher Entwickler einen großen Schritt voraus: Anspruchsvolle Präzisionsdrehteile werde komplett im µ-Bereich durch eine Sechsseitenbearbeitung hergestellt, was zusätzliche Arbeitsgänge eliminiert.
Firmenlenker Alois Berger: "Dieses Maschinenkonzept eröffnet neue Möglichkeiten im Produktionsprozess und ist flexibel für die Komplettbearbeitung von Werkstückfamilien und Großserien konzipiert." Bearbeitet werden damit in den Berger-Drehereien unter anderem Fließpress-, Sinter- und Schmiederohlinge (bis Ø 50 mm von der Stange sowie bis Ø 100 mm im Futter Längen bis 180 mm) aus sämtlichen Stählen, Edelstählen und NE-Metallen.
Zudem beschreitet Firmenlenker Alois Berger konsequent den Weg der Komplettbearbeitung in einer Aufspannung (Dreh-Fräszentrum Gildemeister Twin 500), was auch der Status Quo beim Thema Schleifen werden soll. Angepeilt ist hier die Umsetzung der Singulär-Aufspannungs-Bearbeitung im Innen-, Aussen- und Planschleifen im Durchmesserbereich von 100 mm bis 600 mm bei einer Forciert wird auch die Technik des Hartdrehens. Berger: "Dadurch verbessern wir die Teilequalität, verkürzen die Durchlaufzeiten um mehr als ein Zehntel und reduzieren die Bereitstellungsflächen." Für die Hartbearbeitung von Zahnrädern setzen die Wertacher das Vertikaldrehmodul VTM-250 (Schuster) ein. Vor allem durch die Integration der Messaufgaben in der Maschine, aber auch durch die Werkstückübergabe im dreiachsigen Roboterarm, spart man sich jede Menge Zeit: 28 % mehr Standzeit bei Werkzeugen 30 % mehr an Ausbringung ist Folge.
Invest-Packet für Technik bis 2004 geschnürt
Freilich liebäugelt man im Allgäu schon der höheren Ausbaustufe. Zumal dies als simple Aneinanderreihung von Einzelmaschinen über Interbus-S möglich ist (jede einzelne Maschine arbeitet für sich das NG-Programm ab). Zudem sind Bearbeitungsmöglichkeiten wie Drehen, Fräsen, Messen, Innen- und Außenschleifen, die Mehrkantbearbeitung, Abwälzfräsen und Laserhärten möglich.
Die Bereitschaft, beherzt das Effizenzpotenzial neuer Fertigungstechnologien freizulegen und nutzbar zu machen sowie eine ausgeprägte Flexibilität (Wochenendeinsätze sind kein Tabu) verankern prominente Namen wie beispielsweise Gildemeister, Heckert, Maho, Liebherr Verzahnungstechnik, Walter AG, Bosch oder auch Mannesmann Rexroth auf Berger' schen Referenzliste als Lohnbetrieb. Und die soll noch länger werden, beispielsweise "durch die Auseinandersetzung mit Teilen für break-by-wire-Systeme, dem Ausbau der Kettenräder-Produktion und der Erweiterung des Losgrößenspektrums hinein in die Großserie", konkretisiert Alois Berger seine Zukunftspläne. Für deren Verwirklichung ist ein bis in das Jahr 2004 reichendes Investiotionspaket für die Berger Wertach von 17 Mio geschnürt, von dem in erster Linie die Dreh- und Frästechnik, die Schleiftechnologie und die Messtechnik profitieren sollen. Zudem gelte es, so Berger, Fertigungsplanung und -steuerung weiter zu optimieren.
Das Werk Wertach in Kürze
Das Werk Wertach gehört zur Berger-Gruppe, welche in 5 Ländern auf einer Produktionsfläche von mehr als 52 000 qm insgesamt 1 200 Mitarbeiter (davon 142 Azubis in D) beschäftigt.
- Umsatz Wertach 2000: 23,5 Mio DM, verteilt auf Allgemeiner Maschinenbau = 40 %, Segment Kugelgewindetriebe = 30 %. Umsatzziel 2001: 28 Mio DM.
- Mitarbeiter: 170
- Auszubildende 33
- Produkte: Präzisons-Maschinenbauteile wie Zahn-, Ketten- und Kegelräder sowie Frässpindeln, Keilbahnwellen, Kugelgewindetriebe und Spannvorrichtungen. Entwicklungsabteilung für das selbst entwickelte Bearbeitungszentrum Bergomat CTC 16, welches in den Berger-Werken für die Drehteilefertigung zum Einsatz kommt.
- Maschinenpark: Im Einsatz sind unter anderem 2 CNC Drehmaschinen, Fräsmaschinen, Bearbeitungszentren und Schleifmaschinen. Zusätzliche Kapazitäten in der Wärmebahandlung durch eigene Härterei.
- Kunden: Allgemeiner Maschinenbau und dessen Komponentenhersteller, Automobilhersteller (Kettenräder, Teile für Autohydraulik)
Anschrift: A. Berger GmbH & Co. Präzisions-Maschinenbauteile KG, Industriestraße 15, 87497 Wertach, Telefon: 08365/7027-0, Fax: 08365/7027-70, e-mail bpw@aberger.de , web: www.aberger.de









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