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07.11.2001 - 12:59:00
Berger beeindruckt kanadischen Gast | Memminger
Besuch von Staatssekretär - Firma braucht mehr Fachkräfte
Memmingen (aro). Der kanadische Staatsekretär für Industrie und Technologie, V. Peter Harder, hat das Memminger Werk der Berger-Unternehmensgruppe besucht. Berger hat auch in Kanada eine Niederlassung. Das computergesteuerte Berabeitungszentrum zur Fertigung hochpräziser Dreh- und Frästeile sowie die CNC-Drehmaschinen beeindruckten den Gast aus Nordamerika.
Er habe schon viel über die Leistungsfähigkeit der Firma Berger gehört sagt Harder. Deshalb habe er sich entschlossen, anlässlich eines Kurzaufenthaltes in Deutschland das "Mutterzentrum" des Unternehmens zu besuchen.
In seiner Begleitung befand sich Norbert Kalisch, Gesandter-Botschaftsrat für Wirtschaft und Handel an der kanadischen Botschaft in Berlin, sowie Ted Zahavich, Finanzmanager und Ansprechpartner für deutsche Investoren in Kanada.
Mangel an Fachkräften
Firmengründer Alois Berger beklagte den akuten Mangel an Fachkräften im kanadischen Werk, wo auf 15 000 Quadratmetern produziert wird. Man sei in der Nähe Torontos seit 1979 ansässig und beschäftige dort 162 Mitarbeiter.
"Unser Unternehmen will in Kanada weiter wachsen und hohe Technologie einbringen", betonte Berger, und weiter: "Dafür fehlen aber die notwendigen Zerspanungs-Mechaniker." Fachkräfte, die man selbst ausbilde, würden später oftmals von anderen Unternehmen mit hohen Geldbeträgen abgeworben.
Um die Voraussetzungen für die Ausbildung von Zerspanungs-Mechanikern zu schaffen, regte Berger an, dass der kanadische Staat Lehrer oder andere geeignete Personen zum Erwerb entsprechender Kenntnisse nach Deutschland schickt. Damit bekämen Schulen und Betriebe fachliche Grundlagen für eine qualifizierte Ausbildung in diesem Beruf, der in Kanada unbekannt ist.
Großer Aufwand
Unbürokratischer müsse auch das Verfahren zur Einwanderungs- und Aufenthalts-Erlaubnis werden, forderten die Mitglieder der Geschäftsleitung, Christian, Oswald und Marianne Berger. So sei die Entsendung von Arbeitskräften jedes Mal mit großem Aufwand verbunden. Im weiteren Gespräch wurde auch die Steuerproblematik angesprochen. Der Körperschafts-Steuersatz betrage einschließlich der Kapitalsteuern 46,6 Prozent. Dies sei für deutsche Unternehmen entschieden zu hoch.
Steuersenkungen angekündigt
Man habe die Anregung mit Interesse aufgenommen und werde versuchen, brauchbare Lösungen zu finden, versicherten die Besucher aus Nordamerika. Im übrigen habe die kanadische Bundesregierung für die kommenden fünf Jahre drastische Steuersenkungen angekündigt. Für eine Verbesserung der Ausbildungssituation werde man sich ebenfalls einsetzen.
Am Beginn der Gesprächsrunde hatte Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger die Stadt Memmingen und deren wirtschaftliche Bedeutung vorgestellt. Nach einem Rundgang durch den Betrieb folgte noch ein Besichtigung der Buxheimer Kartause.

07.11.2001 - 12:59:00
Berger beeindruckt kanadischen Gast | Memminger
Besuch von Staatssekretär - Firma braucht mehr Fachkräfte
Memmingen (aro). Der kanadische Staatsekretär für Industrie und Technologie, V. Peter Harder, hat das Memminger Werk der Berger-Unternehmensgruppe besucht. Berger hat auch in Kanada eine Niederlassung. Das computergesteuerte Berabeitungszentrum zur Fertigung hochpräziser Dreh- und Frästeile sowie die CNC-Drehmaschinen beeindruckten den Gast aus Nordamerika.
Er habe schon viel über die Leistungsfähigkeit der Firma Berger gehört sagt Harder. Deshalb habe er sich entschlossen, anlässlich eines Kurzaufenthaltes in Deutschland das "Mutterzentrum" des Unternehmens zu besuchen.
In seiner Begleitung befand sich Norbert Kalisch, Gesandter-Botschaftsrat für Wirtschaft und Handel an der kanadischen Botschaft in Berlin, sowie Ted Zahavich, Finanzmanager und Ansprechpartner für deutsche Investoren in Kanada.
Mangel an Fachkräften
Firmengründer Alois Berger beklagte den akuten Mangel an Fachkräften im kanadischen Werk, wo auf 15 000 Quadratmetern produziert wird. Man sei in der Nähe Torontos seit 1979 ansässig und beschäftige dort 162 Mitarbeiter.
"Unser Unternehmen will in Kanada weiter wachsen und hohe Technologie einbringen", betonte Berger, und weiter: "Dafür fehlen aber die notwendigen Zerspanungs-Mechaniker." Fachkräfte, die man selbst ausbilde, würden später oftmals von anderen Unternehmen mit hohen Geldbeträgen abgeworben.
Um die Voraussetzungen für die Ausbildung von Zerspanungs-Mechanikern zu schaffen, regte Berger an, dass der kanadische Staat Lehrer oder andere geeignete Personen zum Erwerb entsprechender Kenntnisse nach Deutschland schickt. Damit bekämen Schulen und Betriebe fachliche Grundlagen für eine qualifizierte Ausbildung in diesem Beruf, der in Kanada unbekannt ist.
Großer Aufwand
Unbürokratischer müsse auch das Verfahren zur Einwanderungs- und Aufenthalts-Erlaubnis werden, forderten die Mitglieder der Geschäftsleitung, Christian, Oswald und Marianne Berger. So sei die Entsendung von Arbeitskräften jedes Mal mit großem Aufwand verbunden. Im weiteren Gespräch wurde auch die Steuerproblematik angesprochen. Der Körperschafts-Steuersatz betrage einschließlich der Kapitalsteuern 46,6 Prozent. Dies sei für deutsche Unternehmen entschieden zu hoch.
Steuersenkungen angekündigt
Man habe die Anregung mit Interesse aufgenommen und werde versuchen, brauchbare Lösungen zu finden, versicherten die Besucher aus Nordamerika. Im übrigen habe die kanadische Bundesregierung für die kommenden fünf Jahre drastische Steuersenkungen angekündigt. Für eine Verbesserung der Ausbildungssituation werde man sich ebenfalls einsetzen.
Am Beginn der Gesprächsrunde hatte Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger die Stadt Memmingen und deren wirtschaftliche Bedeutung vorgestellt. Nach einem Rundgang durch den Betrieb folgte noch ein Besichtigung der Buxheimer Kartause.










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