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01.11.2001 - 13:03:00
Unbürokratische Regelungen zugesichert   |  Memminger

Kanadischer Staatssekretär besuchte die Memminger Firma Alois Berger

Memmingen (MK): Anlässlich eines Kurzaufenthaltes in Deutschland besuchte der Kanadische Staatssekretär für Industrie und Technologie, V. Peter Harder, das Stammhaus der Berger Unternehmensgruppe in Memmingen, die auch in Kanada ein Werk betreibt.

Die Leistungsfähigkeit der Memminger Firma Berger sei in Kanada wohlbekannt, meinte Harder, der sich in Begleitung von Norbert Kalisch, Gesandter-Botschafter für Wirtschaft und Handel an der Kanadischen Botschaft in Berlin sowie Ted Zahavich, Finanzmanager und Ansprechpartner für deutsche Investoren in Kanada befand.

Während eines Rundgangs durch den Betrieb waren die Gäste besonders von dem computergesteuerten Bearbeitungszentrum zur Fertigung hochpräziser Form- und Frästeile beeindruckt. Bei der sich anschließenden Gesprächsrunde stellte Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger die Stadt und deren wirtschaftliche Bedeutung vor. Firmengründer Alois Berger beklagte den akuten Mangel an Fachkräften im kanadischen Werk in der Nähe von Toronto. "Dieses Werk besteht seit 1979. Es hat eine Produktionsfläche von 15.000 Quadratmetern und beschäftigt 162 Mitarbeiter. Wir wollen das Unternehmen weiter wachsen lassen und Spitzentechnologie einbringen. Aber dafür fehlen die erforderlichen Fachkräfte. Solche, die man im Werk ausbildet werden abgeworben", bemängelte Berger. Hier müsse dringend Abhilfe geschaffen werden. Eine Möglichkeit sei die Entsendung von geeigneten Personen, die man in Memmingen ausbilden könnte, weil der Beruf des Zerspanungsmechanikers in Kanada unbekannt sei.

Im weiteren Gesprächsverlauf regten Christian, Oswald und Marianne Berger alle Mitglieder der Geschäftsleitung an, das Verfahren zur Einwanderungs- und Aufenthaltserlaubnis zu vereinfachen, denn das ein derzeit mit einem sehr großen Aufwand verbunden. Ebenso kam die zu hohe Körperschaftssteuer zur Sprache, die für deutsche Unternehmen hinderlich sei.

Man habe die Anregungen mit Interesse gehört und werde versuchen, brauchbare Lösungen zu finden, versprachen die Gäste.


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